Das menschliche Auge

Das Auge ist eines der wichtigsten und zugleich faszinierendsten Sinnesorgane des Menschen. Über das Auge werden Lichtreize wahrgenommen und über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Im Inneren des Auges befinden sich lichtempfindliche Nervenzellen, sogenannte Fotorezeptoren. Je nach den Wellenlängen der sichtbaren Strahlung erzeugen die Fotorezeptoren unterschiedliche Erregungszustände und leiten diese über die Nervenbahnen zum Sehzentrum des Gehirns weiter. Die Verarbeitung der vom Auge wahrgenommenen optischen Informationen geschieht dabei direkt im Gehirn. Während manche Tiere mit ihren Augen lediglich zwischen hell und dunkel unterscheiden können, so ist mit dem menschlichen Auge eine weitaus differenzierte Wahrnehmung möglich. Das menschliche Auge erkennt nicht nur sehr differenzierte Unterschiede in der Helligkeit, sondern kann unterschiedliche Farben anhand deren Wellenlängen erkennen.

Die wesentlichen Eigenschaften

Die wesentlichen Eigenschaften des menschlichen Auges sind die Sehschärfe, das sogenannte Gesichtsfeld und die Möglichkeit, Farben differenziert wahrzunehmen. Als Sehschärfe wird die Fähigkeit, Umrisse und Muster zu erkennen, bezeichnet. Je nach Auflösungsvermögen des Augapfels, der optischen Qualität der Hornhaut, Linse und Glaskörper sowie der Augenflüssigkeit sowie den optischen Eigenschaften und der Form des betrachteten Objekts kann der Mensch unterschiedlich viele Informationen über das Auge aufnehmen. Das Gesichtsfeld ist der Blickwinkel, den das menschliche Auge ohne Bewegung erfassen kann. Bei gesunden Augen liegt dieser bei 175°. Beim Farbsehen werden elektromagnetische Wellen vom Auge in ihrer jeweiligen Intensität unterschieden. Die Lichtrezeptoren existieren in unterschiedlichen Typen und erlauben dem Sehzentrum im Gehirn, die Zusammensetzung des Lichts (=die Farbe) zu erkennen.

Das menschliche Auge ist im Schädel geschützt durch Polster aus Muskeln, Fett und Bindegewebe und nach außen durch die Augenlider. Die Wimpern an den Augenlidern schützen das Auge vor Fremdkörpern wie Staub und feinen Partikeln. Bewegt wird das Auge beim Menschen durch die äußeren Augenmuskeln. Vier gerade und zwei schräge Muskeln ziehen dabei das Auge in unterschiedliche Richtungen und erlauben, Objekte zu fixieren sowie das (oben genannte) Gesichtsfeld ohne Drehen des Kopfes zu verändern und somit das Blickfeld zu vergrößern.