Palmieren

Das Palmieren, ist eine von Dr. William Bates entwickelte Methode, die ganz ohne medizinische Eingriffe auskommt und die Sehfähigkeit bei Menschen verbessern soll. Es handelt sich dabei um eine Augentrainingsmethode zur Korrektur der Fehlsichtigkeit die helfen soll, durch Augenmuskelentspannungsübungen die Funktion der Augen zu verbessern.

Augentraining für besseres Sehvermögen

Dr. William Bates war ein Augenarzt in den USA, der Anfang des 20. Jahrhunderts durch ein spezielles Augentraining bekannt wurde. Sein Hauptwerkzeug war das Retinoskop welches den direkten Zugang zur Brechung des Auges erlaubt. Er beobachtete, dass Menschen, die normal sehen können, sich in ihrem Verhalten von Menschen mit Sehstörungen unterscheiden. Außerdem erkannte er, dass je entspannter und aufmerksamer der Patient war, die Sehfähigkeit besser oder schlechter war.
Als er entdeckte, dass das Auge um optimal zu arbeiten stets in Bewegung sein muss, kam er zu dem Entschluss, dass Sehhilfen wie Brillen oder heute Kontaktlinsen der Sehkraft schaden. Das Auge muss ununterbrochen fixiert bleiben um durch die Brillengläser zu schauen und verschlechtert sich dadurch weiter. Heute wird die Bates Methoden nur von Leuten gelehrt, die durch diese Erkenntnisse ihr Augenlicht verbessert haben. Augenärzte verschreiben weiter Korrekturgläser weil die Bates Methoden nicht medizinisch belegt sind, obwohl sie wissen, dass Brillen und Kontaktlinsen der Sehkraft nicht gut tun, sondern weitere Verschlechterungen hervorrufen.
Die Bates Methode ist eine alternative Therapie die das Ziel hat, die Sehkraft zu verbessern. Dr. Bates war es dabei besonders wichtig, dass durch seine Übungen sowohl die Augen entspannt als auch gestärkt werden. Obwohl bis heute kein wissenschaftlicher Beweis besteht, der die positive Wirkung der Übungen auf die Sehkraft bestätigt, gibt es viele Fürsprecher dieser Techniken. Sie versprechen sich die Verringerung von Sehstörungen wie z.B. Kurz- und Weitsichtigkeit.
Ein bekanntes Zitat von W. Bates ist: „Sehdefekte und sogar Krankheiten können durch emotionalen Stress und Druck beeinflusst werden. Nicht unsere Augen lassen uns im Stich, sondern wir lassen sie im Stich …“
Beispiele für Verfahren die durch Dr. Bates entwickelt wurden sind der Große Schwung, regelmäßiges Sonnenbad der geschlossenen Augen, abwechselndes Fixieren und Lockerlassen des Blicks und das Palmieren als die zentrale Übung der Bates´schen Augenentspannungstechnik.

Das Palmieren

Beim Palmieren (palm = die Handfläche) legt man die Handflächen ohne Druck auf die geschlossenen Augen. Dabei soll die linke Handfläche über dem linken Auge sein, die rechte Handfläche über dem rechten. Die Finger beider Hände sollten geschlossen sein und sich vor der Stirn überlappen. Es sollte so wenig Licht wie möglich an die Augen gelangen. Wenn man anfängt zu palmieren kann man noch einmal kurz die Augen öffnen um zu sehen, wo evtl. noch Licht durch die Handflächen dringt. Hilfreich ist es den Raum abzudunkeln, falls dies möglich ist. Falls es zu anstrengend wird das Licht von den Augen fernzuhalten oder der Aufenthaltsort im Moment keine entspannte Sitzposition zulässt, sollte man es nicht erzwingen, sondern lieber beim nächsten Mal eine bessere Situation zum palmieren nutzen.
Es gibt keine spezielle Angabe wie lange man diese Übung durchführen sollte. Dies unterscheidet sich von Person zu Person und es wäre eher von Nachteil, sich zwanghaft immer exakt eine bestimmte Zeit lang dazu zu zwingen. Man sollte hier stets nach Gefühl handeln. Beim ersten mahl Palmieren kann man eine Stoppuhr mitlaufen lassen oder einen Wecker stellen und sich die Dauer notieren. So kann man nach und nach seine optimale Palmieren-Dauer ermitteln.
Dr. Bates war der Ansicht, dass sich durch Übungen wie dem Palmieren die Augenmuskulatur entspannt und dadurch Sehfehler und Störungen verbessert oder sogar behoben werden können. Heute dient Palmieren als Übung auch vor allem dazu, dass sich die Augen vor zu langer Arbeit am Computer erholen. Außerdem soll es sogar zur Vorbeugung von Nacken- und Rückenschmerzen dienen.

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